MAXXIS All-Mountain Enduro 29er – Highroller II & Minion DHR II Reifen: von c_g

Vor einiger Zeit hatten wir sie angekündigt, und seit letzter Woche sind sie  bei uns in Deutschland  (und wahrscheinlich auch dem Rest der Welt J) verfügbar – die neuen 29er Reifen der All-Mountain/Enduro-Klasse. Bisher war ja mit dem Ardent 2.4 Schluss wenn man etwas aggressives im 29er Format von MAXXIS wollte, jetzt ziehen man mit den im Gravity-Sport wohl erfolgreichsten Reifen nach, dem Highroller und den MINIONs.

Wir haben je ein Muster des Highroller II und Minion DHR II zum Test erhalten … und bereits montiert.

Beide Reifen haben eine angegebene Breite von 2,3“, eine 60 TPI Karkasse und sind jeweils tubeless ready – jawohl MAXXIS hat den Schritt zu tubeless-ready gemacht und so sind die jüngsten Modelle schon so spezifiziert (daneben gibt es jetzt schon den IKON in tubeless-ready, aber man kann davon ausgehen, dass weitere Modelle folgen werden). Während viele der MAXXS Reifen auch ohne die offizielle Freigabe bereits bestens schlauchlos funktioniert haben, legen die Neuen mit ihrer speziell auf schlauchlos ausgelegten Reifenwulst noch einen drauf.

Außerdem sind beide Reifen schon mit der EXO-Protection Seitewandverstärkung ausgestattet, die vor Verletzungen der Flanken schützen soll.

Neben der Version der Testmuster mit Dual Compound (bei MAXXIS bekanntlich bereits sehr leistungsfähig), gibt es noch eine Version mit dem noch aufwendigeren 3C MaxxTerra Compound.

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Der Highroller II 2.3 29er Reifen (oben) bringt es auf 941 g, während der Minion DHR II (drunter) auf etwas schlankere 886 g kommt … was verwundert, dann allein der Blockgröße und dem Augenschein nach, hätte ich den Minion als schwerer eingeschätzt. Insgesamt liegen beide sehr nahe am Sollwert von 855 g für den DHR II und 910 g für den Highroller II). Beides keine Leichtgewichte, aber genau im Bereich anderer vergleichbarer Reifen, wie etwa dem SCHWALBE Hans Dampf, GEAX Sturdy 2,3, HUTCHINSON Cougar 2,4 oder auch den angekündigten, wie dem WTB Vigilante oder SCHWALBE Magic Mary.

Auf der AMERICAN CLASSIC All-Mountain 29er Felge mit stattlichen 24 mm Maulweite bringen es beide bei ca. 2,0 bar auf eine Karkassenbreite von 55,5 mm. Mit Seitenstollen fallen beide nur unwesentlich breiter aus. Der Highroller II kommt so auf 57 mm an der breitesten Strelle, der Minion DHR II auf 56 mm.

Wie so oft sind auch hier die vorgeschlagenen Minimal- und Maximal-Drücke mit 2,5 bis 4 bar jenseits der in der Praxis sinnvollen.

Die Erstmontage auf einem Satz breiter AMERICAN CLASSIC All-Mountain Felgen ging selbst mit der Standpunkte super leicht (sofort gut abgedichtet und sicherer Sitz auf der Felgenschulter) und beide Reifen waren auch ohne Dichtmittel weitgehend luftdicht. Bereits mit 60 mm Latexmilch waren sie dauerhaft dicht und zeigten keine Luftverluste nach 48 h.

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Hier ein paar Bilder zum MAXXIS Highroller II 2.3 29er:

 

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… und hier zum MAXXIS Minion DHR II 2.3 29er:

 

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Im Profildesign merkt man die Verwandschaft der beiden deutlich – beide recht martialisch anmutend. Die zentralen Stollen sind alternierend mal als querliegende Blöcke (maximale Traktion), mal als schmälerer Trapeze (der seitlichen Führung wegen) ausgelegt und jeweils in Fahrtrichtung deutlich angeschrägt (um das Abrollen sanfter zu gestalten, beim Highroller II noch mehr als beim Minion DHR II). Die Seitenstollen sind massiv und sollten kaum umzuknicken sein nach für maximalen Kurvenhalt unter allen Bedingungen dürfte gesorgt sein.

Wie heute bei modernen AM-Enduro-Reifen üblich gibt es zwischen den zentralen und den Schulterstollen eine breite Rinne, die den Grip der Seitenstollen in Extremlagen unterstützen und die Selbstreinigung verbessern soll. Überhaupt verspricht das offen gehaltenen Profil, wie auch die Produktbeschreibung der beiden Reifen einen gute Allwetterperformance, die wir bei unserem typisch mitteleuropäischen Wetter wohl des öfteren austesten werden können :-).

Ich werden die Reifen in der vom BIKEMARKETING, dem deutschen MAXXIS Vetrieb vorgeschlagenen Konstellation Highroller II vorne und Minion DHR II hinten auf dem CUBE Dauertester auf unseren heimischen Trails und hoffentlich auch auf ein paar Ausfahrten in den Alpen fahren. Die Paarung wurde von einem Mitarbeiter von Bikemarketing vorgeschlagen, der damit bereits sehr gute Erfahrungen gemacht hatte. Der als Hinterradreifen konzipierte DHR II soll über seine sehr gute Selbstreinigung und Verzögerung hinaus auch noch hervorragende Rolleigenschaften und wegen der größeren Mittelstollen noch langlebiger sein als der Highroller II und nachdem unsere Testbedingungen auch ordentlich selbsterkämpfte Höhenmeter beinhalten – hört sich das schonmal sinnvoll an.

Mal sehen wie sich die beiden schlagen werden.

... ach ja, die VKS liegen bei beiden Reifen bei € 49,90 für die Maxxpro Version  und 64,90 für das 3C-Compound.

RIDE ON,
c_g